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Schwarzer Peter für Unternehmen

VdSM kritisiert Pläne zur Familienarbeitszeit

Bild oben: VdSM-Geschäftsführer Dr. Thorsten Doublet
Der VdSM Ver­band der Sieger­län­der Me­t­allin­dus­triellen kri­tisiert die Pläne von Bun­des­fam­i­lien­min­is­terin Manuela Sch­we­sig (SPD) zur Ein­führung ein­er so­ge­nan­n­ten Fam­i­lie­nar­beit­szeit. „Ein solch­es In­stru­ment würde in den Un­terneh­men der Me­t­all- und Elek­troin­dus­trie in Sie­gen-Witt­gen­stein er­he­bliche Zusatzkosten sowie mas­sive or­gan­isa­torische Probleme verur­sachen und die Pro­duk­tion nach­haltig tr­ef­fen“, stellt VdSM-Geschäfts­führ­er Dr. Thorsten Dou­blet fest. Das IW Köln er­rech­net in ein­er aktuellen Studie ei­nen Ver­lust an Wertschöp­fung von bis zu 7,5 Mil­liar­den Eu­ro durch die­s­es In­stru­ment bun­desweit. Nach den Plä­nen der Bun­des­fam­i­lien­min­is­terin sollen künftig beide El­tern­teile ab dem 15. Lebens­mo­nat ihres Kin­des in einem Ko­r­ri­dor von 28 bis 36 Stun­den in der Woche ar­beit­en kön­nen. Dabei sollen Mut­ter und Vater vom Staat bis zu zwei Jahre lang ein Fam­i­lien­geld in Höhe von ins­ge­samt 300 Eu­ro im Mo­nat er­hal­ten kön­nen. „Was sich zunächst gut an­hört, er­weist sich aber, wenn man ge­nauer hin­schaut, als über­aus proble­ma­tisch für unsere Un­terneh­men“, kri­tisiert Dr. Dou­blet. „Aus unser­er Sicht ver­sucht die Bun­des­regierung in die­sem Fall wied­er ein­mal von ei­ge­nen Ver­säum­nis­sen abzu­lenken und den sch­warzen Peter erneut den Un­terneh­men zuzuschieben. „Vielmehr sollte die Pol­i­tik endlich ihre ei­ge­nen Hausauf­gaben bei der Vere­in­barkeit von Fam­i­lie und Beruf machen – und sich zum Beispiel um gute und flex­i­ble Be­treu­ungsange­bote küm­mern. Da gibt es wahr­lich noch eine ganze Menge zu tun“, so Dr. Dou­blet ab­sch­ließend.

Ausgabe 03/2017



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VdSM-Geschäftsführer Dr. Thorsten Doublet
VdSM-Geschäftsführer Dr. Thorsten Doublet