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Management

Innenfinanzierung versus Außenfinanzierung während der vorherrschenden Niedrigzinsphase

Sinnvolle Strategien?!

Der 15. Septem­ber 2008 ist den meis­ten Un­terneh­mern noch sehr trans­par­ent. Es war der Tag, an dem der Un­ter­gang von Leh­man Brothers die Fi­nanzmärkte in ei­nen Tsu­na­mi ver­wan­delte. Die Folge war, dass Deutsch­land, die USA und an­dere In­dus­tri­es­taat­en in eine Rezes­sion rutscht­en, die als die größte nach dem Zweit­en Weltkrieg bezeich­net wurde. Auf der Kon­su­men­ten­seite brach die Nach­frage ein! Ab­wrack­prämie und Banken­ret­tung sind nur zwei Stich­wörter, die je­dem Bürg­er in Deutsch­land aus dies­er Zeit noch im Kopf sein dürften. Im Weit­eren dürfte aber noch ein weit­eres Wort und vor allen Din­gen die damit ver­bun­de­nen Mech­anis­men in den un­terneh­merischen Köpfen ver­haftet sein: „Kred­itk­lem­me“ – sig­ni­fikant rück­läu­fige Um­sätze in Verbin­dung mit ex­trem re­strik­tiv­er Liquid­itätsver­sor­gung haben ge­mein­hin die Un­terneh­mer kon­di­tioniert. Das Ergeb­nis: Un­terneh­mer/Un­terneh­men hort­en heute Liquid­ität, weil sich die Er­fahrung aus dies­er Zeit nicht wieder­holen soll und darf. Ab­hängigkeit­en vom guten Willen Einzel­n­er. Heute sie­ht die Welt an­ders aus – zu­min­d­est auf der Zins­seite. Das Geld ist so bil­lig wie noch nie! Die Banken bi­eten bere­its Zinssätze mit ein­er Null vor dem Kom­ma an und le­g­en deut­lich leichter Kredite aus. Reizvoll? Bes­timmt! Wäre da nicht noch die Er­fahrung aus den Jahren 2008, 2009 bis hin ins Jahr 2010.
Die Welt ist zwischenzeitlich nicht kalkulier­bar­er ge­wor­den. Ukraine, Russ­land, stark­er Dol­lar, Eu­ro-Krise, Öl­preis und nicht zulet­zt das Me­gathe­ma Dig­i­tal­isierung sind The­men, die an (un­terneh­merisch) denk­en­den Men­schen nicht vor­bei ge­hen. ABER – gab es nicht schon im­mer Un­sicher­heit­en! Dür­fen diese The­men an­ste­hende In­vesti­tio­nen bee­in­flussen. Die Ant­wort lautet: Ja. Dür­fen diese The­men an­ste­hende In­vesti­tio­nen ver­hin­dern? Ein­deutig nein. Vielmehr ist eine aus­ge­wo­gene Mischung aus Ei­gen­fi­nanzierung, klas­sisch­er dar­le­hen­sweis­er Fi­nanzierung und an­deren Fi­nanzierungs­for­men wie Leas­ing, Mi­etkauf und Fac­tor­ing sin­n­voll und, ja, auch Crowdlend­ing ist heute eine Al­ter­na­tive. Nev­er put all eg­gs – in one bas­ket! Diese „Weisheit” kön­nte als Maxime bei der Auswahl der Fi­nanzierungsart und -form di­e­nen. Eine rein preis­getriebene oder sim­pl­iz­itäts­getriebene Wahl der Fi­nanzierungsart scheint da­her nicht op­por­tun. Vielmehr soll­ten bei der Entschei­dung Ab­hängigkeit­en ver­mie­den, steuer­liche Op­ti­mierungs­möglichkeit­en aus­gelotet und eine nach­haltige Liquid­ität im Un­terneh­men und damit der alte Grund­satz „Liquid­ität vor Renta­bil­ität“ sichergestellt sein. Wer sich mit der Klavia­tur der Fi­nanzierungsin­stru­mente beschäftigt und un­ter­schiedliche Ok­taven zu spielen ver­mag, der wird ver­mut­lich wed­er in eine Ab­hängigkeit eines einzel­nen In­sti­tutes kom­men noch auf­grund eindi­men­sio­naler Fi­nanzierungsak­tiv­ität in Schie­flage ger­at­en. Aus­ge­wo­gen­heit, Un­ab­hängigkeit und nach­haltige Liquid­ität kostet aber vo­raus­sichtlich et­was mehr als null Kom­ma x.Gut in­vestiertes Geld!

Ausgabe 05/2015



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Sven Romberg ist Mitglied der Geschäftsleitung bei FM LeasingPartner GmbH; Fragen beantwortet er gerne unter: sven.romberg@fm-leasingpartner.de
Sven Romberg ist Mitglied der Geschäftsleitung bei FM LeasingPartner GmbH; Fragen beantwortet er gerne unter: sven.romberg@fm-leasingpartner.de