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Frühjahrsputz bei der Kfz-Flottenversicherung

Die Kfz-Flottenversicherung kann oft auch unterjährig verändert werden. Hierbei sollte gründlich geprüft werden, ob das bestehende Modell noch aktuell ist oder hier der „alte Besen“ für eine Neuordnung angesetzt werden muss.

„Jet­zt ver­gleichen und bis zum 30.11. den Ver­sicher­er wech­sel­n“ – diese Ra­dio- und TV Wer­bung à la Check 24 von Ende let­zten Jahres hat man im­mer noch im Kopf. „Zum Glück hat uns­er Ver­sicherungsvertreter alles im Griff und die Kfz-Flotte wird nur wenige Prozent­punkte teur­er oder bleibt besten­falls auf dem Vor­jahre­sprämien­niveau“, wer­den die meis­ten wohl ge­dacht haben. Doch sollte man sich damit zufrie­den geben und den näch­sten Novem­ber ab­warten? Oder wäre nicht ge­nau jet­zt der richtige Zeit­punkt dafür, den al­ten Be­sen anzusetzen und ei­nen or­dentlichen Früh­jahr­sputz in punc­to Kfz-Ver­sicherun­gen anzus­toßen?
Sch­ließlich ist eine Än­derung des aktuellen Flot­ten­mod­ells oft auch un­ter­jährig möglich. Sie sollte natür­lich wirtschaftlich sin­n­voll sein. Ein qual­i­fiziert­er Ver­sicherungs­mak­ler un­ter­stützt Sie gerne bei dies­er Art von Früh­jahr­sputz und bringt wom­öglich neuen Glanz in die ange­graute Flot­ten­ver­sicherung. Die grundle­gen­den Flot­ten­mod­elle im Über­blick:


  • Flotte mit Einzelver­sicherungsschei­nen/ klas­sisch­er Scha­den­frei­heit­sra­batt (i.d.R. geeignet für 3-10 Fahrzeuge)
  • Flot­ten­ver­laufs­mod­ell/lin­ear­er Scha­den­frei­heit­sra­batt/Tar­if­prämie/Rah­men­ver­trag meist mit zusät­zlichen Ein­sch­lüssen/ Prämie reg­uliert sich nach Scha­den­ver­lauf (i.d.R. für 11-25 Fahrzeuge)
  • Stück­preis­mod­ell/fes­ter Bei­trag je Fahrzeugk­lasse/Rah­men­ver­trag meist mit zusät­zlichen Ein­sch­lüssen/ein­fach­es und pa­pierarmes Han­dling aller Vorgänge/i.d.R. ab 25 Fahrzeu­gen
Jedes dies­er grundle­gen­den Flot­ten­mod­elle gibt es in ver­schie­de­nen Varian­ten, die sehr ge­nau und in­di­vi­du­ell auf den Kun­den zugesch­nit­ten wer­den kön­nen. Was dabei tat­säch­lich das Op­ti­mum für den Kun­den ist, hängt vom Einzel­fall und auch den Zielset­zun­gen ab: Ste­ht der Preis im Vorder­grund oder ein um­fan­greich­er Ver­sicherungsschutz? Let­ztlich ist es bei der besten Ver­sicherungs­lö­sung lei­der oft wie beim Kauf eines voll aus­ges­tat­teten Fahrzeugs: In dem Mo­ment, in dem man vom Hof des Au­to­händlers rollt, gibt es schon wied­er eine bessere Variante. Um den Be­sen richtig ansetzen zu kön­nen, sollte da­her vorab unbe­d­ingt eine Be­s­tand­sauf­nahme der aktuellen Flot­ten­ver­sicherung er­fol­gen:

  • Welche Form hat der Flot­ten­ver­trag und wie hat sich der Fuhr­park in den let­zten fünf Jahren verän­dert?
  • Wie zufrie­den waren Sie mit der Ab­wick­lung der Vorgänge aus dem Ver­trags- und aus dem Scha­den­bereich?
  • Welche Arten von Schä­den trat­en vor­wie­gend auf?
  • Beste­ht die Möglichkeit, in ein höheres Flot­ten­mod­ell einzutreten?
  • Wie hoch sind der Ver­wal­tungsaufwand und die Pa­pier­last?

Oft wird man fest­stellen, dass es sich bei der Flot­ten­ver­sicherung um ein so­ge­nan­ntes Geld­wech­selgeschäft han­delt; die Prämie an den Ver­sicher­er ent­spricht in et­wa der Scha­den­zah­lung an den Ver­sicherungs­neh­mer. Ge­nau hi­er kann man an­fan­gen zu ges­tal­ten. Die „Pol­i­tur“ heißt Selb­st­tra­gung und der „Putz“ be­gin­nt mit ein­er kri­tischen Be­trach­tung des Selb­st­be­haltes in der Kaskover­sicherung. Wie aber verän­dern sich die Kosten bei Verän­derung des Selb­st­be­haltes?

  • Eine höhere Selb­st­tra­gung führt zu einem gerin­geren Ver­sicherungs­bei­trag und be­deutet auch weniger Ver­sicherungss­teuer.
  • Eine di­rekte Ab­wick­lung der Ba­gatellschä­den ohne Ver­sicher­er ist viel­fach un­kom­pl­iziert­er als über die Ver­sicherung. Dies spart Man­pow­er und Ver­wal­tungskosten.
  • Eine oft deut­lich verbesserte Scha­den­quote führt zu zukünftig gün­stigeren Prämien.
Zusät­zlich gibt es Eins­par­potenziale beim Ab­speck­en von un­nöti­gen Ver­sicherungs­baustei­nen. Der denk­bar größte Scha­den muss natür­lich ver­sichert sein und bleiben. Bei großen Flot­ten kann man beispiel­sweise eine In­te­gral­franchise vere­in­baren, die Schä­den erst ab ein­er bes­timmten Größe ab­deckt, dann je­doch zu 100%, ohne jeglichen Ei­ge­nan­teil.
Ku­mul­risiken wie Sturm-, Hagel-, Feuer- und Über­sch­wem­mungsschä­den müssen analysiert und im Rah­men­ver­trag ent­sprechend berück­sichtigt wer­den. Weit­er­hin bi­eten die großen Ver­sicher­er und qual­i­fizierte Mak­ler­häus­er ein Risiko- und Scha­den­ma­n­age­ment an. Beim Risiko­ma­n­age­ment wird zunächst der Ist-Stand analysiert:

  • Fuhr­park­größe
  • Art der Fahrzeuge
  • Auss­tat­tung der Fahrzeuge (auch be­son­dere Auf­baut­en) und Sicher­heit­sauss­tat­tung
  • Fahr­erzusam­menset­zung
  • All­ge­meine Tätigkeit­en der Fahr­er, Routi­nen
  • Zeit­pläne und Aus­las­tung
  • Routen

Alle diese Punkte und einige mehr wer­den ins Ver­hält­nis zu ent­s­tan­de­nen Schä­den ge­set­zt und da­nach mögliche Maß­nah­men be­sprochen. Stellt der Risk­ma­n­ag­er zum Beispiel un­ver­hält­nis­mäßig viele Park- und Rangier­schä­den fest, so kann die Maß­nahme ein spezielles Fahr­er­train­ing oder die In­vesti­tion von Fahrzeugsicher­heit­stech­nik sein (dop­pel­ter Spiegel, Rück­fahrkam­era, Ab­s­tandswarn­er etc.). Auch die Überar­bei­tung von Routen und Zeit­plä­nen kann als Maß­nahme der Scha­denkostensenkung mit den Risk­ma­n­agern erar­beit­et wer­den. Die Er­st­ber­a­tung ist im Übri­gen meist kosten­los. Die Formel ist ein­fach. Die hi­er ver­mit­tel­ten Maß­nah­men führen, in Verbin­dung mit den op­ti­mierten Rah­men­verträ­gen, zu weit­eren Eains­par­potenzialen, zu sta­bilen Beiträ­gen und zu einem „op­ti­malen“ Han­dling der Kfz-Flotte.
Denk­bar wäre auch, ganz auf eine Kaskover­sicherung (Voll- und Teilka­skover­sicherung) zu verzicht­en. An deren Stelle tritt ein Scha­den­di­en­stleis­ter mit ei­gen­em Werk­s­tatt­netz. Die Kosten hi­er­für lie­gen oft weit un­ter den Ver­sicherungs­beiträ­gen, und die Fahrzeuge wer­den fachgerecht gün­stig re­pari­ert.

Ausgabe 02/2017



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