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Der falsche Weg

Metallarbeitgeber kritisieren Pläne zu befristeter Teilzeit

Bild oben: Dr. Thorsten Doublet, Geschäftsführer des VdSM Verband der Siegerländer Metallindustriellen e.V.
„Es ist doch mehr als er­s­taun­lich, dass eine Pol­i­tik­erin wie Bun­de­sar­beits­min­is­terin An­drea Nah­les, die noch nie in der freien Wirtschaft ve­r­ant­wortlich tätig gewe­sen ist, den Un­terneh­men in die­sem Lande im­mer wied­er neue Regeln und Verord­nun­gen aufer­legt, die sich let­ztlich neg­a­tiv auf die Wett­be­werbs­fähigkeit auswirken und trotz­dem meint, dies würde den Wirtschafts­s­tan­dort Deutsch­land stärken.“ Dr. Thorsten Dou­blet, Geschäfts­führ­er des VdSM Ver­band der Sieger­län­der Me­t­allin­dus­triellen e.V., kri­tisiert aktuell vor allem die Pläne des Bun­de­sar­beits­min­is­teri­ums für ein zeitlich be­gren­ztes Recht auf Teilzei­tar­beit. Ziel des Ge­setzen­twurfs ist die Ein­führung eines An­spruchs auf zeitlich be­gren­zte Teilzei­tar­beit. Für Beschäftigte, die so ihre Ar­beit­szeit ver­ringern möcht­en, soll sichergestellt wer­den, dass sie nach der Teilzeit­phase wied­er zur ur­sprünglichen Ar­beit­szeit zurück­kehren kön­nen. Bish­er gibt es nur ei­nen An­spruch auf zeitlich un­be­gren­zte Teilzei­tar­beit. „Durch die vorge­se­hene Regelung des Min­is­teri­ums wird die be­fris­tete Teilzeit mit einem fak­tischen An­spruch auf vorzeitige Rück­kehr in Vol­lzeit gekop­pelt und so prak­tisch aus­ge­he­belt. Dem Ar­beit­ge­ber wird zu­dem ein­seitig die volle Be­weis­last aufer­legt, wenn der Wun­sch des Ar­beit­neh­mers auf vorzeitige Rück­kehr in eine Vol­lzeitbeschäf­ti­gung nicht um­setzbar ist“, ergänzt Dr. Thorsten Dou­blet. „Da­raus ergibt sich ger­ade für unsere klei­nen und mit­tel­ständischen Un­terneh­men ein un­berechen­bares Ar­beit­szeitroulette, das von den Per­so­n­al­abteilun­gen kaum mehr ges­teuert wer­den kann. Der ein­seitige An­spruch auf eine be­fris­tete Teilzeitbeschäf­ti­gung ist da­her aus unser­er Sicht die falsche Weichen­stel­lung.“ Zu­dem dro­he ein weit­eres Bürokratie­mon­ster, fern ab jed­er be­trie­blichen Re­al­ität und Mach­barkeit. Das Vorhaben wider­spreche außer­dem ein­er zeit­gemäßen Auf­fas­sung von flex­i­bler Ar­beits­ges­tal­tung. „Unsere Un­terneh­men brauchen keine strik­ten Ein­heit­s­lö­sun­gen, son­dern in­di­vi­du­elle, pass­ge­naue Mod­elle und ei­nen ge­set­zlichen Rah­men, der Be­we­gungs­frei­heit er­möglicht. Dies lässt sich durch part­n­er­schaftliche Lö­sun­gen wei­taus bess­er regeln, als durch enge rechtliche Vor­gaben.“

Ausgabe 02/2017



WEITERE INHALTE

Dr. Thorsten Doublet, Geschäftsführer des VdSM Verband der Siegerländer Metallindustriellen e.V.
Dr. Thorsten Doublet, Geschäftsführer des VdSM Verband der Siegerländer Metallindustriellen e.V.