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Business

Crowdfunding als weitere Finanzierungsform für Unternehmen

Neue Wege der Unternehmens-Finanzierung über das Internet – Ein Überblick

Bild oben: Autor Thomas Hammer ist Gründungsgesellschafter und Dozent bei der Akademie für Bilanzierung. Steuern. Recht. GmbH und beantwortet Fragen gerne unter: info@seminare-sauerland.de
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Unterneh­mer ver­fü­gen bei der Um­set­zung ihr­er Geschäft­sidee oft­mals nicht über die er­forder­lichen Ei­gen­mit­tel, so­dass am An­fang ein­er je­den neuen Geschäft­sidee das er­forder­liche Kap­i­tal von Drit­ten bere­it­gestellt wer­den muss. Die bis­lang klas­sischen Fi­nanzierungsquellen waren bis vor weni­gen Jahren im Wesentlichen auf Bankkredite, Wag­niskap­i­tal­ge­ber oder sog. Busi­ness-An­gels be­gren­zt. Viele gute Geschäft­sideen wur­den nicht umge­set­zt, da es den Grün­dern nicht gelun­gen ist, ent­sprechende In­ve­s­toren für die ei­gene Geschäft­sidee zu begeis­tern.

Parteien beim Crowd­fund­ing

Autor Thomas Hammer ist Gründungsgesellschafter und Dozent bei der Akademie für Bilanzierung. Steuern. Recht.  GmbH und beantwortet Fragen gerne unter: info@seminare-sauerland.de
Au­tor Tho­mas Ham­mer ist Grün­dungs­ge­sellschafter und Dozent bei der Akademie für Bi­lanzierung. Steuern. Recht. GmbH und beant­wortet Fra­gen gerne un­ter: in­fo@sem­inare-sauer­land.de
1. Der Un­terneh­mer als Ini­ti­a­tor, der seine Geschäft­sidee fi­nanzieren lassen möchte.
2. Die Crowd, die Gruppe von Men­schen, die die Geschäft­sidee für un­ter­stützen­sw­ert hal­ten.
3. Die Crowd­fund­ing-Platt­form im In­ter­net, auf der Ini­ti­a­toren ihre Geschäft­sideen vorstellen kön­nen und die Crowd ihr Kap­i­tal verteilen kann.

Für welchen Un­terneh­mens-Typ ist Crowd­fund­ing geeignet?

Erfolgreiches Crowdinvest-Projekt: Der Stromberg-Kinofilm. 
Die Hauptdarsteller Oliver K. Wnuk, Christoph Maria Herbst und Bjarne Mädel.
Er­fol­greich­es Crowd­in­vest-Pro­jekt: Der Strom­berg-Ki­no­film. Die Haupt­darsteller Oliv­er K. Wnuk, Chris­toph Maria Herbst und Bjarne Mädel.

Die In­ve­s­toren, die das Risiko eines solchen In­vest­ments einge­hen, ver­sprechen sich hi­er­aus eine dem In­vesti­tions-Risiko ent­sprechende Ren­dite. Dies be­deutet, dass In­ve­s­toren an­nah­megemäß nur in solche Pro­jekte in­vestieren, die ein nach­haltiges und skalier­bares Geschäfts­mod­ell vor­weisen kön­nen, was gleichzeitig be­deutet, dass ein „crowd­fund­ingfähiges“ Un­terneh­men gewisse An­forderun­gen er­füllen muss.
Eine wesentliche An­forderung beste­ht in der In­no­va­tion­skraft eines jun­gen Un­terneh­mens. Geschäfts­mod­elle, die aussch­ließlich da­rauf beruhen, an­dere Un­terneh­men zu im­i­tieren, wer­den wenig Er­fol­gschan­cen auf ein er­fol­greich­es Crowd­fund­ing haben.
Darüber hi­naus ist zu beobacht­en, dass die meis­ten Fi­nanzierungs­run­den bei Crowd­fund­ing-Platt­for­men von B2C-Star­tups durchge­führt wer­den. Bei Pro­duk­ten und Di­en­stleis­tun­gen für den Ver­brauch­er stellt in der Regel ein großer Teil der Crowd potenzielle Neukun­den dar, welche den Nutzen sch­nell und ein­fach er­fassen und be­w­erten kön­nen. Im Ge­gen­satz hi­erzu haben B2B-Star­tups oft­mals er­höht­en Erk­lärungsbe­darf, um sämtliche Mehr­w­erte der ange­bote­nen Leis­tung zu ver­ste­hen.

Welche Pro­jekt­phasen gibt es?

Es wer­den vi­er ver­schie­dene Pro­jekt­phasen beim Crowd­fund­ing un­ter­schie­den:
1. Be­wer­bung auf ein­er aus­gewähl­ten Crowd­fund­ing-Platt­form (bspw. Seed­match)
2. Auswahl von­seit­en der Crowd­fund­ing-Platt­form und Ver­trags­ges­tal­tung
3. Präsen­ta­tion der Geschäft­sidee auf der In­ter­net-Platt­form und Durch­führung des Crowd­fund­ings
4. Kap­i­ta­lauszah­lung an das Un­terneh­men

Das Pitchdeck

Sofern der Un­terneh­mer der Überzeu­gung ist, seine Geschäft­sidee ist für ein Crowd­fund­ing geeignet, beste­ht die Möglichkeit, sich kosten­frei bei der Platt­form zu be­wer­ben. Auf Wun­sch garan­tieren die Platt­for­men ab­so­lute Diskre­tion und Sicher­heit in einem NDA (Non-Dis­clo­sure-Agree­ment). Mit dem Pitchdeck bi­eten Sie der Crowd eine gute In­for­ma­tions­grund­lage und kön­nen sich mithilfe die­s­es In­stru­ments pro­fes­sionell präsen­tieren. Im Ge­gen­satz zum Bui­ness­plan um­fasst das Pitchdeck nur einige wenige Seit­en, auf de­nen aber sämtliche Um­stände kom­primiert und für je­den ver­ständlich auf­bereit­et sein müssen.

Punkte eines Pitchdecks

1. Kurzbeschrei­bung der Idee, Kun­den­nutzen und Mehr­w­ert!
2. Stellen Sie die Ziel­gruppe, Ziel­markt und Geschäfts­mod­ell dar (B2C, B2B)!
3. Wie er­fol­gt der Ver­trieb und welche Ziele wur­den bish­er er­reicht?
4. Stellen Sie Ihre bish­erige Fi­nanzierung dar; welche Sum­men wur­den bere­its in­vestiert, wie wurde das Kap­i­tal ver­wen­det etc.; was ist Ihr aktueller Kap­i­talbe­darf?

Aus­ges­tal­tung der Beteili­gung mit der Crowd

Die Crowd tätigt in der Regel eine In­vesti­tion mit dem Ziel ein­er fi­nanziellen Ren­dite. Die In­ve­s­toren wer­den keine An­teil­seign­er am Un­terneh­men und be­sitzen keine ge­sellschaft­s­rechtlichen Rechte. Den­noch par­tizipieren die In­ve­s­toren an Wert­steigerun­gen und Gewin­nen.
Die In­ve­s­toren stellen ihre In­vesti­tio­nen dem Un­terneh­men langfristig und nachrangig zur Ver­fü­gung und wer­den auch am Ver­lust beteiligt. Nach­schusspflicht­en für In­ve­s­toren ergeben sich nicht.

Faz­it

Crowd­fund­ing bi­etet eine neue Fi­nanzierungs­form. Hier­bei müssen keine weit­eren Ge­sellschafter aufgenom­men wer­den, Mit­spracherechte brauchen nicht gewährt zu wer­den und es bleibt eine gewisse Un­ab­hängigkeit von den Banken er­hal­ten. Gleichzeitig kann Crowd­fund­ing auch me­di­en­wirk­sam als PR- und Mar­ket­ings­trate­gie einge­set­zt und ver­s­tan­den wer­den. Der größte Nachteil beste­ht darin, dass ein Fund­ing-Er­folg nicht garan­tiert wer­den kann. Jed­er Un­terneh­mer sollte für sich prüfen, in­wieweit das Crowd­fundig eine für ihn weitere mögliche Fi­nanzierungs­form darstellt.

Kontakt

Kontaktdaten
Akademie für Bilanzierung. Steuern. Recht. GmbH
Lockweg 18 · 59846 Sundern
Telefon: 02933/8242650 · Telefax: 02933/9776222
info@seminare-sauerland.de
www.seminare-sauerland.de

Ausgabe 04/2015