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Veränderungen und der ewige Kampf mit dem Schweinehund!

Warum benötigen wir bzw. Sie Führung? Bevor Sie sich mit dem Thema Führung befassen, ist es hilfreich, zu verstehen, warum Veränderungen so schwer sind und an welcher Stelle die Führung benötigt wird.

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Geht das mit den Verän­derun­gen über­haupt? Jedes Jahr das Gleiche: Wir neh­men uns Dinge vor, die wir am Ende doch nicht ein­hal­ten oder er­reichen. Warum scheit­ern wir? Was muss passieren, dass wir eben nicht scheit­ern? Gibt es ei­nen Un­ter­schied zwischen den pri­vat­en und den beru­flichen Be­lan­gen oder ist die Er­fol­gsquote höher als im pri­vat­en Bereich??
Stei­gen wir erst ein­mal in den Verän­derungsprozess bei Din­gen ein, die uns in der Ver­gan­gen­heit gelun­gen sind. Häu­fig sind es The­men, die wir uns vorneh­men, die wir per­sön­lich gerne haben bzw. er­reichen möcht­en. Neh­men wir an, es war schon im­mer Ihr Wun­sch, auf der Bühne zu ste­hen und Men­schen zu un­ter­hal­ten, wird es Ih­nen sch­w­er­fall­en, ein Präsen­ta­tion­skurs zu be­suchen, sich die Fähigkeit­en anzueig­nen und kleine bzw. große Meet­ings oder Ve­r­an­s­tal­tun­gen als Red­n­er oder Mod­er­a­tor durchzuführen? Im­mer dann, wenn Sie per­sön­liche Nei­gun­gen, In­teressen et cetera mit Ihren Verän­derungswün­schen kom­binieren, wird es Ih­nen leicht­fall­en. Wenn Sie gerne Sport treiben, wer­den sie weniger Sch­wierigkeit­en haben, eine neue Spor­tart oder ei­nen länger­fristi­gen Train­ings­plan durchzuführen bzw. zu hal­ten. Wann im­mer von außen et­was uns sch­mack­haft oder als su­per pos­i­tiv verkauft wird, hält der Verän­derungsprozess meis­tens nicht so lange an. Beispiel: Ihr Fre­un­deskreis re­det per­ma­nent auf Sie ein, wie schön Kyte Sur­fen oder Ja­panisch zu sprechen ist. Wenn Sie nicht per­sön­lich den Wun­sch en­twick­eln, ein­er dies­er Her­aus­forderun­gen zu ler­nen und auf Dauer aus­führen möcht­en, ist das Pro­jekt zum Scheit­ern verurteilt! Ja, das ist lei­der die Wahrheit. Warum scheit­ern wir sonst seit Jahren – mit den lieben Vorsätzen in Rich­tung Sport, Diäten, Rauchen, Alko­hol, Auf­schie­ber­i­ties et cetera.
Gibt es ei­nen Weg da her­aus? Ja, den gibt es. Dazu müssen Sie sich aber erst mit sich selbst be­fassen. Warum muss ich mich verän­dern? Warum muss ich et­was Neues ler­nen? Wer will, dass ich mich verän­dere? Wenn Sie die Wahl haben, lassen Sie sich nur auf Verän­derun­gen ein, die Sie per­sön­lich wollen und die vere­in­bar mit Ihren In­teressen sind. Wenn Sie ein Sprachen­ta­l­ent sind und Spaß an an­deren Kul­turen haben, wird es Ih­nen leicht­fall­en und Sie wer­den ent­sprechend mo­tiviert Ja­panisch zu ler­nen. Soll­ten Sie allerd­ings in der Schule schon Sch­wierigkeit­en mit En­glisch, Spanisch und Franzö­sisch ge­habt haben, warum soll­ten diese Sch­wierigkeit­en jet­zt nicht mehr da sein? Die Frage, die Sie sich doch jet­zt stellen müssen, ist, warum soll, will oder muss ich das jet­zt machen? Wenn Sie 50 Kilo­gramm zu viel auf der Waage haben und Sie drei Pausen für 20 Stufen benöti­gen, dann wer­den Sie um eine Verän­derung nicht herumkom­men. In die­sem Fall ist der äußere Druck so hoch, dass Sie un­ter Um­stän­den keine Wahl haben. En­twed­er schaf­fen Sie die Verän­derun­gen oder Sie ver­lieren Ihren Job, Part­n­er, Fre­unde – oder ster­ben.
Und trotz des ho­hen Drucks scheit­ern wir – warum bzw. was muss passieren, damit wir eben nicht scheit­ern?
Verän­derun­gen, die ei­nen durchaus radikalen Ein­fluss auf unsere In­teressen, Mo­tive, Ange­wohn­heit­en haben, benöti­gen Führung! Wie­so Führung? Diese Form der er­fol­greichen Verän­derung von Din­gen, die wir ei­gentlich nicht wollen, er­fol­gt in vi­er Phasen:

Phase I. Der Auf­bruch


Der Druck ist hoch, die Mo­ti­va­tion auch - alles ist auf GO eingestellt. Sie le­g­en los, Sie ge­hen drei-, vier­mal zum Sport pro Woche, Sie än­dern Ihren Ernährungs­plan. Dass alles tun Sie und auch mit ho­her Diszi­plin, da Sie mo­tiviert sind. Hinzu kommt, dass Sie Helfer an Ihr­er Seite haben. Diese Phase macht auch viel Spaß, da alles neu ist und wir je­den Tag In­spi­ra­tio­nen er­leben.
In dies­er Phase stellen sich sehr sch­nell Er­fol­gser­leb­nisse ein. Da Sie sich aber auf einem Ter­rain be­we­gen, das nicht zu Ihren Grund­mo­tiv­en zählt, ist Ihr Kopf eher so pro­gram­miert, dass er nur daran denkt, wie lange noch, wann kann ich endlich mit dem Qu­atsch wied­er aufhören. Ihr Kopf hat zu die­sem Zeit­punkt noch nicht ver­s­tan­den, dass es sich nicht um eine tem­poräre, son­dern um eine dauer­hafte Verän­derung han­delt. Ihr Kopf sagt Ih­nen jet­zt: Ist nicht sch­limm, diese Woche ge­hen wir halt nur zwei­mal oder gar nicht zum Train­ing. Eine Tafel Schoko­lade hast du dir doch ver­di­ent, die trainieren wir mor­gen wied­er ab. Sobald Sie ein­mal schwach ge­wor­den sind, ist die Wahrschein­lichkeit sehr hoch, dass Sie wied­er schwach wer­den oder es eben lei­der ganz bleiben lassen mit den guten Verän­derun­gen.

Phase II. Warum mache ich das?

Lars Lorsbach, Verkaufstrainer
Lars Lors­bach, Verkauf­s­train­er



Der Kopf spielt ver­rückt und die an­fängliche Begeis­terung sch­win­det. Jet­zt benöti­gen Sie Führung, das heißt, Sie benöti­gen je­man­den an Ihr­er Seite, dem Sie ver­trauen. Bevor Sie al­so be­gin­nen – mit dem Verän­derungsprozess tr­ef­fen Sie eine Vere­in­barung, in dem Sie klar definieren:

- Was Sie wollen
- Wie Sie un­ter­stützt wer­den möcht­en
- Wie Sie kon­trol­liert und analysiert wer­den
- Wie Sie mo­tiviert wer­den
(Be­loh­nung und Be­s­tra­fung)

Am Ende ist es ein Ver­trag, al­so eine Zielvere­in­barung, in der klar definiert ist, was Sie tun sollen, um Ihr Ziel zu er­reichen, und was passiert, wenn Sie die Dinge, die notwendig sind, nicht tun!!
In dies­er Phase, die früher oder später ein­tritt, gilt es für die Führungskraft (Train­er, Fre­und, Chef, Part­n­er etc.) zu erken­nen, wann Ihre Mo­ti­va­tion nach­lässt und Sie durch Druck und Zug oder auch mal durch ei­nen or­dentlichen Tritt in den Hin­tern vom So­fa holt. Es gibt Tage, da benöti­gen Sie nie­man­den, der sie zum Train­ing mo­tiviert, aber an manchen Ta­gen ist es ein­fach klasse, wenn Sie sich zum ge­mein­sa­men Train­ing verabre­det haben. Solche Verabre­dun­gen haben häu­fig eine ho­he mo­ralische Verpflich­tung und wer­den somit wahrgenom­men. In Phase II benöti­gen Sie viele ge­mein­same Ter­mine, um er­fol­greich über die sch­w­eren Zeit­en hin­wegzukom­men.

Phase III. Die Akzep­tanz


In dies­er Phase haben Sie sich langsam daran gewöh­nt an die Verän­derung. Die Verän­derung ist somit in Ihren All­t­ag einge­zo­gen und Sie haben sie als notwendi­gen Teil akzep­tiert. Die Mo­mente, an de­nen Zäh­neputzen wirk­lich Spaß macht und sie es kaum er­warten kön­nen, die Zahn­bürste in den Mund zu schieben, sind wirk­lich sel­ten. Aber trotz­dem passiert es min­destens zwei­mal am Tag. Ob­wohl et­was kei­nen Spaß macht, tun wir es trotz­dem. Wir müssen nur lange und kon­s­tant genug Dinge im­mer und im­mer wied­er tun, dann wer­den sie für uns zur Rou­tine und zie­hen in den All­t­ag ein. Ob wir es mö­gen oder nicht: Wir wer­den es tun. Darin liegt das Ge­heim­nis. Aber auch in dies­er Phase benöti­gen wir Führung – aber warum? Wir haben Dinge er­fol­greich verän­dert, die aber nicht zu unseren ei­gentlichen Mo­tiv­en zählen. Al­so, wir machen Sport, ob­wohl wir als Kind schon fest­gestellt hat­ten, dass wir eine Spor­tal­lergie haben. Sobald wir ein paar­mal unsere alltägliche Rou­tine ver­lassen, sind wir ganz sch­nell in unseren al­ten Mo­dus. Am Ende ist es ge­nau­so wie bei Süchti­gen, die ei­nen er­fol­greichen Entzug hin­ter sich haben. Ein­mal süchtig, im­mer süchtig. In der drit­ten Phase benöti­gen Sie weit­er­hin Führung. Die Ab­stände kön­nen größer sein, aber es für Ihren langfristi­gen Er­folg von ho­her Be­deu­tung, dass Sie je­man­den an Ihr­er Seite haben, der Sie be­gleit­et, neue Im­pulse set­zt, Sie fordert und somit auf langer Dis­tanz ein Abrutschen in alte Ge­wohn­heit­en ver­hin­dert.

Phase IV. Die Her­aus­forderung


Sie haben er­fol­greich Ihren Verän­derungsprozess ein­geleit­et, tolle Er­folge ge­feiert, auf langer Dis­tanz Ihr Durch­hal­tungsver­mö­gen be­wie­sen. Ihr Kopf und Ihr Kör­p­er haben sich somit verän­dert und das Unge­woh­nte ist somit Teil ihres Lebens bzw. All­t­ages ge­wor­den. Glück­wun­sch – nun ge­ht es daran, die let­zte Hürde zu neh­men. Ihr neuer Ge­gen­spiel­er ist die Langeweile. Alles, was wir im­mer und kont­inuier­lich tun, ver­liert au­to­ma­tisch sei­nen Reiz. Wenn Sie im­mer die gleiche Skip­iste fahren, ver­liert diese ihren Reiz, Sie wer­den nicht bess­er und in der sich ein­stel­len­den Rou­tine sitzen auch noch Ge­fahren.
Setzen Sie sich per­sön­lich neue Ziele, er­weit­ern Sie kont­inuier­lich Ihren Hor­i­zont. Neh­men wir an, bei Ih­nen war es das The­ma Kochen, das Sie verän­dert hat. Pro­bieren Sie neue Gerichte, Lebens­mit­tel, Koch- und Garmeth­o­d­en aus. Sor­gen Sie sel­ber dafür, dass Ih­nen nicht lang­weilig wird. In die­sen Phasen hilft natür­lich auch Führung, die Sie ge­nau bei solchen Her­aus­forderun­gen mo­tiviert.

Faz­it: Bes­tim­men Sie ihr Leben selbst und führen Sie Verän­derun­gen in Bereichen her­bei, die Sie wollen. Warum üben Sie ei­nen Beruf aus, den Sie nicht wollen? Wie wollen Sie sich in einem Beruf er­fol­greich verän­dern, dessen Hand­w­erk sie in­n­er­lich ableh­nen? Wenn Sie Fleisch nicht gerne an­fassen, ist der Beruf des Met­zgers nicht der richtige. Wie er­fol­greich soll al­so der Kurs bzw. Verän­derungsprozess zum su­per Würstchen­mach­er wer­den? Wenn Sie nicht gerne mit Men­schen zu tun haben, ist Ver­trieb nicht das Richtige für Sie. Es nutzen auch keine Büch­er, Gu­rus, Sem­inare et cetera.
Ge­ht es um Verän­derun­gen, die zu Ihren Mo­tiv­en passen, oder sind die äußeren Gründe so hoch, dass Sie sich der Her­aus­forderung stellen müssen – so benöti­gen Sie Führung und Sie müssen diese Führung auch zu­lassen, da Sie sonst nur eine kleine Chance haben, Ihr Ziel – al­so eine langfristige Verän­derung – zu er­reichen.

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Ausgabe 07/2017