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Titelporträt

Olympiasieger als Zimmernachbarn

Als Spezialisten für orthopädische Operationen jeder Art sind die Ärzte der Sportklinik Hellersen bei Leistungssportlern im In- und Ausland sehr gefragt. Aber auch Manager mit Interesse an einem fundierten, persönlichen Gesundheits-Check-up sind in Lüdenscheid herzlich willkommen.

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Als Fußball­fans ken­nen Sie sich­er Dr. Jochen Drees, Dr. Robert Kamp­ka oder Dr. Fe­lix Brych. Diese Dok­toren tra­gen zwar keine weißen Medizin­erkit­tel, son­dern das sch­warze Dress der Bun­des­li­ga-Schied­s­richter, aber ein Mal im Jahr sind auch sie Gäste der Sportk­linik Hellersen. „Jedes Jahr im Mai, wenn die Bun­des­li­ga­sai­son vor­bei ist, wer­den rund 100 Bun­des­li­ga-Schied­s­richter bei uns leis­tung­stech­nisch auf Herz und Nieren durchgecheckt. Dann muss sich zei­gen, ob sie noch fit genug sind, um auch für die näch­ste Sai­son zuge­lassen zu wer­den“, sagt Wie­bke Schan­delle, die Lei­t­erin der tra­di­tion­s­reichen Klinik im idyl­lischen Lü­den­scheid.

Soli­dar­ität un­ter Sportlern


Die Grün­dung der Fachk­linik für die be­son­deren Probleme und Ver­let­zun­gen von Sportlern ge­ht auf die un­mit­tel­bare Nachkriegszeit zurück, berichtet sie. Im Jahr 1947 wurde der Verein Sporthilfe NRW e.V. als Selb­sthil­feein­rich­tung des Sports mit der Auf­gabe ge­grün­det, sich um die be­son­deren Be­lange der vielen Tausend Sportvereine in Nor­drhein-West­falen zu küm­mern. Wie­bke Schan­delle: „Zu der Zeit gab es noch keine Ver­sicherung, die Sportver­let­zun­gen an­erkan­nte und Pro­fi- sowie Am­a­teur­s­portlern ei­nen Un­fallschutz, Rechtsschutz oder eine Haftpflichtab­sicherung gab. Hi­er sprang die Sporthilfe ein, die heute von den 126 Kreis- bzw. Stadt­s­port­bün­den und Sportver­bän­den in NRW ge­tra­gen wird.“ Rund 19.500 Sportvereine sind heute allein in unserem Bun­des­land or­gan­isiert mit 5,1 Mil­lio­nen Sportlern in den un­ter­schiedlich­sten Leis­tungsk­lassen, von Se­nioren- und Am­a­teuer­s­portlern bis hin zur ab­so­luten Spitze des Leis­tungss­ports. „Ein so aus­geprägtes Vereinsleben wie bei uns, mit seinem großen Ge­mein­schafts­ge­fühl und einem starken Soli­dar­ität­sprinzip, gibt es in ganz Eu­ro­pa nicht noch ein­mal“, sagt Wie­bke Schan­delle. Und dabei weiß sie ge­nau, wovon sie spricht, denn als ehe­ma­lige Leis­tungss­port­lerin im Kanu-Renn­s­port ist sie an den Re­gattabah­nen der Re­pub­lik groß ge­wor­den. Als gel­ernte Phy­sio­ther­a­peutin und spätere Trainerin wurde sie, par­al­lel zu einem Sport­s­tudi­um und einem zusät­zlichen Studi­um zur Ge­sund­heits­ma­n­agerin, zunächst Lei­t­erin eines Fit­ness-Stu­dios, um dann für zehn Jahre die Lei­tung des Kreis­s­port­bun­des in Olpe zu überneh­men. Damit sind der heute 40-jähri­gen Vor­s­tandsvor­sitzen­den der Sportk­linik Hellersen so­wohl die Probleme von Sportlern als auch die Mech­anis­men im Ge­sund­heitswe­sen sowie in Verei­nen und Ver­bän­den bestens geläu­fig. Seit mehr als einem hal­ben Jahr ist sie nun für den Be­trieb und die Per­spek­tiv­en des Haus­es ve­r­ant­wortlich, und sie hat ein klares Ziel: „Auch wenn die Sportk­linik Hellersen von der Sporthilfe NRW e.V. ge­tra­gen wird, möcht­en wir allen Men­schen in Nor­drhein-West­falen deut­lich machen, dass unsere Ex­per­ten­teams je­d­er­mann gleicher­maßen mit ihrem Know-how zur Ver­fü­gung ste­hen.“ Klar er­hal­ten Sportler mit ein­er akuten Ver­let­zung oft sch­neller ei­nen drin­gend notwendi­gen Op­er­a­tion­ster­min, damit sie ihren Verei­nen auch möglichst bald wied­er zur Ver­fü­gung ste­hen. Aber im Rah­men der Ka­paz­itäten von derzeit 260 Bet­ten sowie 310 Mi­tar­bei­t­erin­nen und Mi­tar­beit­ern kann sich hi­er jed­er be­han­deln lassen, der die gleiche medizinische Qual­i­fika­tion sucht, mit der auch unsere Spitzen­s­portler wied­er fit ge­macht wer­den. Ei­nen Olympi­asieger kann man hi­er al­so rel­a­tiv leicht zum Zim­mer­nach­barn haben.

Or­thopädische Vor­reit­er

Wiebke Schandelle, Geschäftsführender Vorstand
Wie­bke Schan­delle, Geschäfts­führen­der Vor­s­tand


Aber noch mal kurz zurück in die Grün­dungszeit der Klinik, Ende der 40er-Jahre: Als es dank der Sporthilfe NRW e.V. sch­ließlich ei­nen Ver­sicherungsschutz für die zahl­reichen ak­tiv­en und ehre­namtlichen Vereins­mit­glied­er gab, musste es auch eine Klinik geben, wo sich ver­let­zte Sportler fachgerecht be­han­deln lassen kon­n­ten. Doch zur da­ma­li­gen Zeit war der medizinische Fach­bereich der Or­thopädie/Trau­ma­tolo­gie noch über­haupt nicht bekan­nt. Damit war die er­ste Grün­dung ein­er Klinik für Sportler mit zunächst nur rund 40 Bet­ten der frühe Ver­such, das Know-how in die­sem Medizinseg­ment an ein­er Stelle zu bün­deln. Hi­er wurde or­thopädische En­twick­lungs­geschichte geschrieben. Die er­ste große Er­weiterung führte 1978 zur Eröff­nung der Sportk­linik Hellersen am jetzi­gen Stan­dort. Un­fallchirurgie und Spor­torthopädie hat­ten sich zwischenzeitlich als Fach­bereiche etabliert, und mit aus­gewie­se­nen ärztlichen Spezial­is­ten er­rang die Klinik im Märkischen Kreis ei­nen in­ter­na­tio­n­al guten Ruf. Zwischenzeitlich gab es kont­inuier­liche Er­weiterun­gen, die zu ein­er prak­tischen Ar­beit­steilung ge­führt haben. Wie­bke Schan­delle: „Haus 1 ist das op­er­a­tive Haus mit derzeit sechs Op­er­a­tionssälen für die ganze Band­breite an chirur­gischen Ein­grif­f­en an Schul­tern, Knien, Hüften, El­len­bo­gen und der Wir­bel­säule. Mit mehr als 6.000 Op­er­a­tio­nen im Jahr sind viele Ein­griffe bei uns ab­so­lute Rou­tine und wir haben dabei so gut wie keine Re­vi­sio­nen oder Rek­la­ma­tio­nen.“ Eine be­son­dere Spezial­ität der Klinik sind Band­scheiben-OPs sowie auch die En­do­pro­thetik für Hüften und Knie, die von Che­farzt Dr. Joachim Ha­ge­nah geleit­et wird. Zu­dem hat die Klinik mit Dr. Kay-Uwe Hoff­mann ei­nen in­ter­na­tio­nalen Spezial­is­ten und Vor­reit­er im Bereich der Fußorthopädie. Op­er­a­tio­nen an Sprungge­lenken sowie Ein­stel­lun­gen an Vorder­fuß, Ze­hen oder Achil­lessehne wer­den hi­er mit großem Er­folg auch schon bei Kin­dern durchge­führt, bevor sich im Ver­lauf der Jahre sch­w­er­wie­gende Hal­tungsschä­den ergeben. Durch jähr­lich rund 500 Kreuzband-OPs hat sich Che­farzt Dr. Volk­er Stoll zu Recht sei­nen Spitz­na­men „Mis­ter Kreuzband“ ver­di­ent. Der Kniechirurg ist hier­bei auch ein Ex­perte für Knor­pel-, Knochen- und Knor­pelzell­tran­s­plan­ta­tio­nen und ken­nt sich be­son­ders mit der Be­he­bung ange­boren­er Fehl­stel­lun­gen bei jun­gen Pa­tien­ten aus. „Wir wollen unsere Pa­tien­ten so sch­nell wie möglich wied­er sport­fähig machen“, fasst Dr. Bernd Lasarzews­ki, Che­farzt der Abteilung Knie-, Schul­ter- und El­len­bo­genchirurgie, das Be­mühen aller medizinischen Abteilun­gen des Haus­es zusa­men: „Be­son­ders Top­s­portler wer­den so sch­nell wie möglich operi­ert, wobei wir auf die Er­fahrung von mehr als 1.000 Schul­ter- und 1.200 Knie-OPs pro Jahr zurück­blick­en kön­nen – das ist weit mehr als an an­deren Kliniken üblich.“

Mul­ti­mo­dale Sch­merzther­a­pie

Dirk Burghaus, Kaufmännischer Berater
Dirk Burghaus, Kaufmän­nisch­er Be­r­ater

Haus 2 ist dem konser­va­tiv­en Bereich vor­be­hal­ten. Hi­er wer­den alle Pa­tien­ten be­han­delt, bei de­nen nicht operi­ert wer­den muss. Dr. Ste­fan Nolte ist der Che­farzt der konser­va­tiv­en Or­thopädie und des Wir­bel­säu­lenzen­trums: „Wir be­han­deln hi­er chronische Sch­merzen mit der mul­ti­mo­dalen Sch­merzther­a­pie. Dahin­ter ste­ht das Be­mühen, das langjährige Sch­mer­zlei­den bei Pa­tien­ten, die für viele nied­erge­lasse­nen Ärzte schon als aus­ther­a­piert gel­ten, doch noch aufzulösen.“ Nach er­fol­glosen Zeit­en mit Kranken­gym­nas­tik, Mas­sa­gen und Spritzen ger­at­en diese Pa­tien­ten häu­fig in ei­nen de­pres­siv­en Zu­s­tand. Hi­er set­zt die Klinik für ei­nen Zei­traum von rund 14 Ta­gen mit ein­er Mischung aus Ak­tiv- und Pas­sivther­a­pi­en an, die von einem Psy­cholo­gen be­gleit­et wer­den, um den Men­schen wied­er ein ei­gen­ständi­ges und sch­merzfreies Leben zu er­möglichen. „Außer­dem ist uns die sch­nelle Sch­merzfrei­heit der Pa­tien­ten nach ein­er Op­er­a­tion sehr wichtig, damit der Ein­griff nicht so be­las­tend ist und es den Pa­tien­ten sch­nell bess­er ge­ht“, erk­lärt Dr. Jür­gen Ha­ge­nah, Che­farzt der Anäs­th­e­sie, der auch für die Sch­merzther­a­pie während und nach ein­er OP ve­r­ant­wortlich ist. Auch die Leis­tungs­di­ag­nos­tik und die Kaderun­ter­suchun­gen für Sport­mann­schaften wer­den in Haus 2 durchge­führt, wie eben auch für die Bun­des­li­ga-Schied­s­richter. Und dies­er sportmedizinische Ser­vice kann auch von je­dem Breit­en­s­portler nach Ter­min­ab­sprache in An­spruch genom­men wer­den. Sportwis­sen­schaftler un­ter­suchen dann die Aus­dauer­w­erte, über­prüfen die Hal­tung und messen die Kraftleis­tung, um De­fizite aufzus­püren und ge­mein­sam ei­nen Train­ings­plan zu er­stellen, der an den jew­eils per­sön­lichen Zielen aus­gerichtet sein sollte. Auch Wirtschafts­ma­n­ag­er kön­nen sich hi­er check­en lassen, um ihre Leis­tungs­fähigkeit zu er­hal­ten.

Spitzenmedizin für je­d­er­mann

Dr. Kay-Uwe Hoffmann, Leitender Arzt der Fußchirurgie (Foto: Pascal Amos Rest)
Dr. Kay-Uwe Hoff­mann, Lei­t­en­der Arzt der Fußchirurgie (Fo­to: Pas­cal Amos Rest)

Ins­ge­samt ste­hen der Sportk­linik Hellersen 47 ärztliche Ex­perten und As­sis­ten­ten in den Bereichen Or­thopädie und Neu­rochirurgie zur Ver­fü­gung. „Dabei kann es aber auch schon mal sein, dass einige dies­er Ärzte nicht in der Klinik anzutr­ef­fen sind. Als Mann­schaft­särzte be­treuen sie dann Sportler oder Mann­schaften im Rud­ern und Hand­ball oder sie sind mit den Bun­des-Sportschützen sowie der Da­men-Fußball­na­tio­nal­mann­schaft zu Turnieren un­ter­wegs“, geste­ht Wie­bke Schan­delle. „Als die Olympi­ade in Rio de Janeiro statt­fand, war hi­er kein guter Zeit­punkt für eine or­thopädische Op­er­a­tion, denn unsere führen­den Sportärzte waren in der Zeit eben­falls in Brasilien und haben kräftig am Me­dail­lien­er­folg unser­er Mann­schaften mit­gewirkt.“ Die Sportk­linik Hellersen ist die einzige Sportk­linik von der Mitte bis Nord­deutsch­land. Bun­desweit gibt es nur noch eine ver­gleich­bare Klinik – und zwar in Stutt­gart. Das hie­sige Ärzteteam wird ergänzt durch eine große Pflege­mann­schaft und eine hau­sei­gene Phy­sio­ther­a­pie, deren Auf­gabe es ist, den Pa­tien­ten den Aufen­thalt ein­er­seits an­genehm zu ges­tal­ten, aber auch dafür zu sor­gen, dass sie möglichst sch­nell das Kranken­haus wied­er ver­lassen kön­nen. Die Mann­schaft der Sportk­linik Hellersen hat es sich zur Auf­gabe ge­macht, im­mer erst ge­nau zu prüfen, ob dem Pa­tien­ten nicht auch ohne eine Op­er­a­tion deut­lich sch­neller und ein­fach­er ge­holfen wer­den kann. „Ist der Weg in die OP allerd­ings un­vermei­dlich, wollen wir auch hi­er unsere Pa­tien­ten mit der ab­so­lut mod­ern­sten Techik und den fortschrittlicht­en Meth­o­d­en be­han­deln. Da­her er­weit­ern wir derzeit das OP-Zen­trum mit weit­eren vi­er Op­er­a­tionssälen, die nach dem neuesten Stand medizinisch­er Erken­nt­nisse ein­gerichtet wer­den. Hi­er in­vestieren wir rund 15 Mil­lio­nen Eu­ro und pla­nen, die Fertig­stel­lung für Mitte 2017 – hof­fentlich rechtzeitig zum 50. Ge­burt­s­tag der Klinik“, sagt Dirk Burghaus, Geschäfts­führ­er der RB­SR GmbH & Co. KG, Kan­zlei für Wirtschafts­ber­a­tung, der für die Geschäft­slei­tung der Klinik als kaufmän­nisch­er Be­r­ater tätig ist. Für die näch­sten Jahre hat Wie­bke Schan­delle eine deut­liche Vi­sion: „Wir wollen uns bun­desweit in der Spitzen­gruppe der or­thopädischen Kliniken fest etablieren und im Bereich der Spor­torthopädie langfristig das führende Haus in Deutsch­land bleiben, mit der mod­ern­sten OP-Tech­nik, aus­gereiften Ver­fahrens- und Be­hand­lung­stech­niken sowie in der Folge mit run­dum zufrie­de­nen Pa­tien­ten, die von unserem einge­spiel­ten Pflegeteam die beste Be­treu­ung er­hal­ten, die für eine sch­nelle Ge­ne­sung notwendig ist.“

Kontakt

Kontaktdaten
Sportklinik Hellersen
Paulmannshöher Straße 17 · 58515 Lüdenscheid
Telefon: 02351/945-0 · Telefax: 02351/945-2366
info@hellersen.de · www.sportklinik-hellersen.de

Ausgabe 09/2016



WEITERE INHALTE

In NRW ist sie einzigartig und bundesweit fast konkurrenzlos: Die Sportklinik Hellersen. Denn dort arbeiten Spezialisten zusammen, denen selbst Olympiasieger vertrauen.
In NRW ist sie einzigartig und bundesweit fast konkurrenzlos: Die Sportklinik Hellersen. Denn dort arbeiten Spezialisten zusammen, denen selbst Olympiasieger vertrauen.
Dr. Joachim Hagenah, Chefarzt der Endoprothetik (Foto: Pascal Amos Rest)
Dr. Joachim Hagenah, Chefarzt der Endoprothetik (Foto: Pascal Amos Rest)
Dr. Bernd Lasarzewski, Chefarzt Schulter- &Ellenbogen-
chirurgie, Sporttraumatologie und Kniechirurgie (Foto: Pascal Amos Rest)
Dr. Bernd Lasarzewski, Chefarzt Schulter- &Ellenbogen- chirurgie, Sporttraumatologie und Kniechirurgie (Foto: Pascal Amos Rest)
Andreas Groll, Leitender Arzt der Zentralambulanz (Foto: Pascal Amos Rest)
Andreas Groll, Leitender Arzt der Zentralambulanz (Foto: Pascal Amos Rest)
Dr. Stefan Nolte, Chefarzt der konservativen Orthopädie und des Wirbelsäulenzentrums (Foto: Pascal Amos Rest)
Dr. Stefan Nolte, Chefarzt der konservativen Orthopädie und des Wirbelsäulenzentrums (Foto: Pascal Amos Rest)
Dr. Ulrich Schneider, Leitender Arzt der Sportmedizin (Foto: Pascal Amos Rest)
Dr. Ulrich Schneider, Leitender Arzt der Sportmedizin (Foto: Pascal Amos Rest)