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Titelstory

Dreidimensionale Visitenkarten

Die globalisierte Welt der Wirtschaft braucht Kommunikations-Plattformen für die Vermarktung ihrer Produkte. Messen bieten hierfür die beste Basis.

Mehr als 12,5 Mil­liar­den Eu­ro – fast die Hälfte des Ge­samte­tats der Mar­ket­ing-Kom­mu­nika­tion wurde 2015 für „Live-Mar­ket­ing“ aus­gegeben. Und die Prog­nose des Branchen­ver­bands Famab e. V. deutet da­rauf hin, dass das Vol­u­men weit­er an­stei­gen wird. Mar­ket­ing-Events, Spon­sor­ing, In­cen­tives, Kon­gresse, Brand­parks, Public Re­la­tions, PoS-Event und insbe­son­dere Messeauftritte – Un­terneh­men­skom­mu­nika­tion wird im­mer ver­net­zter. Und set­zt sich ab von der „klas­sischen Wer­bung“ sowie von der „On­line-Kom­mu­nika­tion“, die ge­mein­sam keine 50 Prozent des Kom­mu­nika­tionse­tats mehr aus­machen.
Das Wach­s­tum die­s­es Bereichs zeigt deut­lich, dass trotz ein­er gleich­falls sch­nell wach­sen­den Be­deu­tung der On­line-Welt das per­sön­liche Ge­spräch zwischen Men­schen in ein­er vi­suell und hap­tisch geprägten Marken­welt im­mer noch ein sehr wichtiges El­e­ment ist, wenn es darum ge­ht, gute Geschäfte zu machen. Jörn Hu­ber, Vor­s­tandsvor­sitzen­der der Famab: „Generell gibt es trotz all des Wan­dels eine pos­i­tive Nachricht, die man nicht vergessen darf: Das Bedürf­nis nach per­sön­lichem Kon­takt und Aus­tausch, das Fun­da­ment jed­wed­er Mes­sev­er­an­s­tal­tung, bleibt un­verän­dert stark bzw. wird sich zukünftig als Ge­gen­trend zur Dig­i­tal­isierung eher noch ver­stärken.“

Messe­bud­gets wach­sen


In der B2B-Kom­mu­nika­tion set­zten deutsche Un­terneh­men auch dann weit­er stark auf die Messe als Kom­mu­nika­tion­s­platt­form, als im Jahr 2013 die Eu­rokrise für so manche Un­sicher­heit sorgte. Aber während in Krisenzeit­en sonst nur zu sch­nell der Rot­s­tift bei den Mar­ket­ing-Aus­gaben zum Ein­satz kam, sagte rund ein Vier­tel der ausstel­len­den Un­terneh­men da­mals so­gar zu, ihre Messe­bud­gets für die Jahre 2014 und 2015 zu er­höhen, und 57 Prozent woll­ten sie kon­s­tant hal­ten. Das er­gab eine repräsen­ta­tive Be­fra­gung von 500 deutschen Ausstellern auf B2B-Messen, die der Mes­se­ver­band AU­MA sein­erzeit durch­führte. Unge­brochen ist auch das Ver­trauen aus­ländisch­er Aussteller in die Qual­ität deutsch­er Messe, die viel­fach eu­ro­pa- oder weltweilte Leitmessen für ihre Branchen sind. Ent­sprechend kön­nen sich deutsche Mes­sev­er­an­s­tal­ter auch über ei­nen ho­hen An­teil an in­ter­na­tio­nalen Be­such­ern freuen. Eine Langzeit-Statis­tik des Branchen­ver­ban­des Famab belegt den auf­streben­den Trend bis heute. So­wohl die wach­sende An­zahl der Mess­es­tände als auch die Zu­nahme der be­baut­en Fläche bele­gen ei­nen nach­halti­gen wirtschaftlichen Er­folg.

Flex­i­ble All­round-Di­en­stleis­ter


Vom guten Anse­hen der Messewirtschaft pro­f­i­tieren natür­lich auch die zahl­reichen deutschen Messe­bau­un­terneh­men, die mit ihrem so­wohl planerischen als auch hand­w­erk­lichen Know-how erst der Garant dafür sind, dass es einem Un­terneh­men gel­ingt, sich im Ver­gleich zu den zahl­reichen Wett­be­wer­bern auf ein­er Messe nach­haltig pos­i­tiv präsen­tieren zu kön­nen. An­ge­siedelt an der Sch­nitt­stelle zwischen Wer­be­branche und Bauwirtschaft, sind Messe­bauer flex­i­ble All­round-Di­en­stleis­ter, die auf das Ver­trauen ihr­er Auf­tragge­ber eben­so angewie­sen sind wie auf ei­nen ver­läss­lichen Tur­nus der Branchenmessen und auf das Geschick der jew­eili­gen Messege­sellschaft, das Wach­s­tum der Messe-Events mit In­no­va­tion­skraft sowie im Ein­k­lang mit Ausstellern und Messebe­such­ern vo­ranzubrin­gen.
„Die Branche befin­d­et sich in einem tie­f­greifen­d­en Wan­del“, gibt je­doch Jörn Hu­ber zu be­denken. „Verän­derun­gen im Kom­mu­nika­tions- und Kon­sumver­hal­ten, Dig­i­tal­isierung, neue Ar­beitswel­ten und Nach­haltigkeit­saspekte be­we­gen die ge­samte Wirtschaft und stellen auch eine große Her­aus­forderung für die Messekom­mu­nika­tion dar. Hi­er ist ein grundle­gen­des Um­denken er­forder­lich, so­wohl in Bezug auf die ei­gene Un­terneh­mens­führung als auch bei der Er­stel­lung von Messekonzepten für die Kun­den. Das braucht viel Mut und die er­forder­liche Of­fen­heit, um neue Wege auszupro­bieren. Ich bin überzeugt, dass ge­nau die Un­terneh­men, die mutig und of­fen vo­range­hen, auch be­loh­nt wer­den.“

Aug­ment­ed Messe-Re­al­i­ty

Michael Kuhn, Famab-Vorstand Technik
Michael Kuhn, Famab-Vor­s­tand Tech­nik

Je­dem Un­terneh­men, das in den weni­gen Ta­gen ein­er Messe sehr viel Geld aus­gibt, um der Branchen­welt eine möglichst per­fekte, dreidi­men­sio­nale Visitenkarte sein­er Marke zu präsen­tieren,muss klar sein, dass der Sch­lüs­sel zum Messeer­folg in ein­er ge­ord­neten Pla­nung liegt. Insbe­son­dere ein ex­ak­ter Ter­min­plan und eine enge Ab­s­tim­mung aller Schritte mit dem Messe­bauer (sie­he Tipp-Kas­ten) sind im Vor­feld ein­er Messe un­ab­d­ing­bar: „Probleme bereit­en mehr und mehr die Abläufe auf der Messe. Neben den teils un­ter­schiedlichen tech­nischen An­forderun­gen sind das vor allem verkürzte Auf- und Ab­bauzeit­en und er­sch­w­erte Just-in-Time-Lo­gis­tik sowie oft enorme Nebenkosten, insbe­son­dere bei Fremd­ver­an­s­tal­tern“, er­läutert Michael Kuhn, der im Famab-Vor­s­tand für die Bereiche Tech­nik und Umwelt zuständig ist.
Und welche Per­spek­tiv­en sie­ht Michael Kuhn für die Branche? „Als Her­aus­forderun­gen se­he ich die aktuellen Verän­derun­gen der Live-Kom­mu­nika­tions-Branche, al­so die An­forderung, sich als Messe­bau­un­terneh­men nicht nur mit Event-The­men, son­dern auch mit The­men wie Dig­i­tal­isierung, virtueller und aug­ment­ed re­al­i­ty zu beschäfti­gen oder ent­sprechende Part­n­er­schaften einzuge­hen.“ So ge­se­hen ver­sch­wim­men auch hi­er die Grenzen zwischen Print-, Live- und On­line-Kom­mu­nika­tion mehr und mehr. In­no­va­tive Messe­bauer bi­eten ihren Kun­den schon heute ein aus­ge­wo­genes Port­fo­lio, das allen Sparten im Kom­mu­nika­tions-Mix soweit Rech­nung trägt, wie es der jew­eilige Kunde für sei­nen speziellen Messeauftritt er­warten kann. Em­rich Wels­ing I re­dak­tion@­sued­west­falen-ma­n­ag­er.de

Ausgabe 06/2016



WEITERE INHALTE

Jörn Huber, Vorstandsvorsitzender der Famab
Jörn Huber, Vorstandsvorsitzender der Famab